Ein Microfasertuch sollte vor dem ersten Einsatz unbedingt gewaschen werden, um seine volle Reinigungsleistung zu entfalten. Das gilt genauso für Wischbezüge und andere Reinigungstextilien. Wieso diese erste Wäsche so wichtig ist und was auch bei späteren Wäschen zu beachten ist, erklären wir in diesem Beitrag.
Kurz gesagt: Neue Reinigungstextilien tragen oft noch Produktionsrückstände wie Öle, Trennmittel oder lose Fasern. Die erste Wäsche entfernt sie und sorgt für volle Saugkraft, weniger Fusseln und eine längere Lebensdauer. Gewaschen wird mit mildem Waschmittel, ohne Weichspüler, getrennt von Baumwolle und bei der Temperatur, die das Waschetikett vorgibt.
Für professionelle Anwender: Dieser Beitrag richtet sich an Gebäudereiniger, Objektleitungen und Hauswirtschaftsbetriebe, die neue Reinigungstextilien in Umlauf bringen und ihre Tücher und Wischbezüge möglichst lange leistungsfähig halten möchten.
Entfernung von Produktionsrückständen
Während der Produktion von Reinigungstextilien können sich verschiedene Rückstände wie Produktionsöle, Trennmittel, Staub oder Textilfasern auf den Putztüchern ablagern. Diese Rückstände beeinträchtigen die Aufnahmefähigkeit der feinen Microfasern, sodass Schmutz, Staub und Feuchtigkeit bei der späteren Anwendung nicht optimal aufgenommen werden.
Erst durch das erste Waschen werden diese Rückstände zuverlässig entfernt. Danach können die Fasern ihre volle Saugkraft und Reinigungsleistung entfalten. Wer neue Tücher ungewaschen einsetzt, merkt das oft sofort: Das Tuch schiebt Feuchtigkeit eher vor sich her, statt sie aufzunehmen und kann auf glatten Flächen Schlieren hinterlassen.
Eigenschaften von gewaschenen Reinigungstextilien
- Höhere Reinigungsleistung: Die gewaschenen Microfasern sind aufnahmefähiger und können während der Anwendung Staub, Schmutz und Flüssigkeiten in größeren Mengen aufnehmen und zuverlässig halten.
- Weniger Fusseln: Lose Fasern aus dem Produktionsprozess haften unter Umständen noch an den Textilien. Sie werden beim ersten Waschgang entfernt, sodass die Tücher später deutlich weniger fusseln.
- Optimale Fasereigenschaften: Durch das Waschen werden die Microfasern weicher und geschmeidiger. Das erhöht den Komfort bei der Arbeit und sorgt für ein gleichmäßiges Reinigungsergebnis.
Wie werden Reinigungstextilien richtig gewaschen?
Beim ersten Waschen und auch bei jeder weiteren Wäsche, ist es wichtig, einige grundlegende Hinweise zu beachten, um die Qualität und Reinigungsleistung von Microfaserprodukten langfristig zu erhalten.
Kein Weichspüler: Verzichten Sie grundsätzlich auf Weichspüler. Er legt sich wie ein Film auf die Fasern und blockiert deren Kapillarstruktur. Das beeinträchtigt die Aufnahmefähigkeit und damit die Reinigungswirkung erheblich. Verwenden Sie stattdessen ein mildes Waschmittel ohne aggressive Zusätze oder Bleichmittel. Die Praxis zeigt, dass ein einfaches, schonendes Mittel vollkommen ausreicht.
Die richtige Temperatur: Viele Microfasertücher werden idealerweise bei 40 bis 60 °C gewaschen, denn übermäßige Hitze kann die feine Faserstruktur beschädigen. Gewerbliche und kochfeste Ausführungen, etwa für den Sanitär- oder Klinikbereich, vertragen je nach Modell auch höhere Temperaturen. Maßgeblich ist immer die Angabe auf dem Waschetikett.
Getrennt waschen: Damit die Reinigungstücher nicht durch Fusseln anderer Textilien in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, sollten sie möglichst getrennt von stark fusselnden Materialien wie Baumwolle gewaschen werden.
Schonend trocknen: Microfaserprodukte lassen sich problemlos an der Luft oder bei niedriger Temperatur im Trockner trocknen. Beides schont das Material und sorgt dafür, dass Form und Funktion der Tücher lange erhalten bleiben.
Die wichtigsten Waschhinweise im Überblick:
| Punkt | Empfehlung |
|---|---|
| Waschmittel | Mild, ohne aggressive Zusätze oder Bleichmittel |
| Weichspüler | Nicht verwenden |
| Temperatur | Meist 40–60 °C, kochfeste Ausführungen laut Waschetikett auch höher |
| Trennung | Nicht mit Baumwolle oder anderen stark fusselnden Textilien waschen |
| Trocknen | An der Luft oder im Trockner bei niedriger Temperatur |
Praxistipp: Neue Tücher richtig in Umlauf bringen
- Vor der Ausgabe waschen: Waschen Sie neue Tücher und Wischbezüge gesammelt, bevor sie an die Teams oder Objekte gehen. So startet jedes Textil mit voller Leistung.
- Farben getrennt halten: Arbeiten Sie mit einem Farbsystem, sollten Sie die Farben auch in der Wäsche und bei der Lagerung trennen. Mehr dazu im Beitrag Vier-Farben-System in der Reinigung.
- Maschine nicht überladen: Die Textilien brauchen Platz, damit Rückstände und lose Fasern gründlich ausgespült werden.
- Vollständig trocknen lassen: Lagern Sie Tücher erst, wenn sie ganz trocken sind. So bleiben sie hygienisch und geruchsfrei.
Fazit: Eine Wäsche, die sich lohnt
Die erste Wäsche ist ein kleiner Schritt mit großer Wirkung: Sie entfernt Produktionsrückstände, reduziert Fusseln und sorgt dafür, dass Microfasertücher und Wischbezüge von Anfang an ihre volle Reinigungsleistung entfalten. Wer auch bei jeder weiteren Wäsche auf mildes Waschmittel, den Verzicht auf Weichspüler und die passende Temperatur achtet, erhält die Qualität seiner Reinigungstextilien langfristig.
Waschanleitung direkt am Produkt
Die jeweils empfohlene Waschanleitung finden Sie in den Artikeldetails unserer Reinigungstücher und Wischbezüge sowie auf den Waschetiketten direkt am Reinigungstextil.
FAQ – häufige Fragen
Muss man neue Microfasertücher vor dem ersten Gebrauch waschen?
Ja. Bei der Produktion können sich Rückstände wie Produktionsöle, Trennmittel, Staub oder lose Fasern auf den Tüchern ablagern. Erst die erste Wäsche entfernt sie, sodass die Microfaser ihre volle Saugkraft und Reinigungsleistung entfalten kann.
Warum sollte man bei Microfasertüchern keinen Weichspüler verwenden?
Weichspüler legt sich wie ein Film auf die Fasern und blockiert deren Kapillarstruktur. Das Tuch nimmt dann deutlich weniger Schmutz und Feuchtigkeit auf.
Bei wie viel Grad wäscht man Microfasertücher?
Das hängt vom Produkt ab. Viele Microfasertücher werden idealerweise bei 40 bis 60 °C gewaschen. Gewerbliche und kochfeste Ausführungen vertragen je nach Modell auch höhere Temperaturen. Maßgeblich ist immer das Waschetikett.
Kann man Microfasertücher zusammen mit Baumwolle waschen?
Besser nicht. Materialien wie Baumwolle geben Fasern ab, die sich in der Microfaser festsetzen und ihre Reinigungsleistung mindern.
Dürfen Microfasertücher in den Trockner?
Ja, bei niedriger Temperatur. Alternativ können sie an der Luft trocknen. Beides schont das Material und erhält Form und Funktion der Tücher.